Surfer Kids on Tour

Die Entscheidung mit den Kids eine solange Reise anzutreten ist uns nicht leichtgefallen. In den ersten 5,5 Jahren sind wir mit den Jungs nur relativ kurze Strecken mit dem Auto gefahren - und das war oft schon anstrengend genug!

Über das Fliegen mit den Kids haben wir uns viel belesen und da unser Traumland nun mal auf der anderen Seite der Erde liegt gibt es keine großen Alternativen zum Fliegen. Anbei möchten wir ein bisschen von unseren Erfahrungen berichten. Vielleicht hilft das dem einen oder anderen bei der Entscheidungsfindung.

Eine gute Vorbereitung ist alles!

Eine gute Vorbereitung auf einen Langstreckenflug mit Kinder ist sehr wertvoll.

Aus unserer Sicht sollten die folgenden Fragen vor der Reise geklärt sein:

Die Flugzeit: wir sind auf beiden Langstreckenflügen Richtung Hawaii am Vormittag losgeflogen, was vor allem daran lag dass es von Deutschland Richtung USA keine vernünftigen und bezahlbaren Nachtflüge gab. Die 10 bis 12 Stunden Flugzeit tagsüber zu verbringen klappte beides Mal immer recht gut. Die Jungs dürfen im Flugzeug ausnahmsweise Filme gucken soviel sie wollen, hierfür haben wir das Tablet mit Filmen vollgeladen. Man weiß ja nie was das Bordprogramm zu bieten hat. Außerdem haben wir für die Kids eigene Kopfhörer dabei.

Um nach Hawaii zu kommen hat man immer Umstiege zu bewältigen. Auf unserem ersten Flug im Dezember 2017 sind wir mit Lufthansa von Frankfurt nach LA und dann weiter mit United nach Kahului geflogen. Der ursprüngliche Plan war über San Fransisco zu fliegen, aufgrund von Verspätungen wurden wir aber noch in Frankfurt 2mal umgebucht, was dazu geführt hat das unser gesamtes Gepäck nicht mit nach Mauii geflogen ist (dazu später mehr). Beim zweiten Flug im Juli 2018 sind wir mit British Airways von Frankfurt nach London und von dort nach 2 Stunden weiter nach LA und nach Kahului geflogen. Auch hier kamen nur 3 von 4 Koffern am Ziel an...

Die Umstiegszeit in LA war jeweils mit 4 Stunden gut bemessen. Darunter wird es unserer Meinung nach schwierig, die Immigration braucht seine Zeit (auch wenn man mit Kind fast immer aus der Warteschlange genommen wird und darf vor) und die relativ langen Wege sind mit 2 bis 3 übermüdeten Kindern auch nicht zu unterschätzen. In London hatten wir 2 Stunden Zeit zum umsteigen, dass hat gepasst. Allerdings darf man auch hier nicht trödeln (sie Sicherheitskontrolle hat uns fast 30 Minuten gekostet, ohne die Zeit des Anstehens bis wir dran waren!).

Der Weg nach Deutschland führte uns im Januar 2018 über San Francisco wo wir einen 24stündigen Stoppover mit Übernachtung im Hotel und Stadtbesichtugung gemacht haben. Sehr empfehlenswert! Den anschließenden Nachtflug verschliefen alle drei Kinder fast komplett. Fairerweise muss dazu gesagt werden, dass der Flug nur zu ca. 1/3 gebucht war und jeder von uns eine eigene Sitzreihe zum schlafen hatte.

Die Sitzplätze: Beim ersten Flug haben wir 4 Plätze für uns Erwachsene und die Zwillinge gebucht, für das damals 4 Monate alte Baby haben wir kein Extrasitz gebucht, allerdings haben wir Sitzplätze in der Mutter-Kind-Reihe und ein Bassinet mitgebucht. Bei Lufthansa waren die Sitzplatzreservierungen kostenpflichtig, aber notwendig, damit sichergestellt ist, dass wir auch tatsächlich in der Reihe mit dem Babybettchen sitzen können. Da der Langsteckenflug sehr leer war, konnten wir uns auch hier ausbreiten und hatten sogar einen eigenen Sitzplatz für das Baby. Hier konnte der mitgebrachte Maxi Cosi stehen und das Baby war bei Start und Landung sicher und musste nicht auf dem Schoß gehalten werden. Der Maxi Cosi Pebble hat eine Flugzulassung, der entsprechende Aufkleber wurde von der Crew auch kontrolliert. Auf dem Weiterflug hatten wir nicht soviel Glück und das Baby musste die gesamten 6 Stunden auf dem Schoß sitzen. Mit den Erfahrungen auf dem ersten Flug haben wir beim zweiten Mal auch für das Baby einen Sitzplatz bezahlt. 

Bei unserm zweiten Hawaiiflug haben wir keine Sitzplätze reserviert (auch bei BA wäre das kostenpflichtig gewesen). Wir saßen in einem komplett ausgebuchten Flugzeug trotzdem alle zusammen und waren sehr froh über den 5. Platz für das Baby!

Die Sicherheit der Kids: wie schon geschrieben hatten wir im ersten Flug keinen Babysitz gebucht. Aus den Erfahrungen würden wir so nicht mehr handeln. Beim zweiten Mal hatten wir einen Sitz und haben einen Kindersitz dabeigehabt. Da es leider keine Kindersitze gibt, welche weltweit und in Flugzeugen zugelassen sind und unsere kleine Maus bei Reiseantritt mit 11 Monaten zwar noch in den Maxi Cosi gepasst hättte aber nicht mehr bis zum Ende der Reise haben wir uns dazu entschieden einen in Amerika zugelassenen Sitz mitzunehmen. Diesen haben wir vor Reiseantritt gebraucht in Deutschland gekauft. Er kann vorwärts und rückwärts genutzt werden und hat somit zumindest noch ein wenig die Funktion einer Babyschale. Bei BA hat niemand auf den Flugzeugzulassungsaufkleber geachtet... möglicherweise hat die Crew aber auch erkannt, dass der Sitz zugelassen ist (amerikanische Sitze haben nahezu alle eine Zulassung im Flugzueg im großen Gegensatz zu den deutschen Sitzen).

Beim ersten Mal hatten wir außerdem für die beiden 5 jährigen Jungs je eine normale Sitzerhöhung dabei, dies haben wir uns beim zweiten Mal aufgrund der Schlepperei gespart. Auch wenn das nicht gerade empfohlen wird, haben die mittlerweile 6jährigen Jungs ohne weitere Sicherheitsvorrichtungen im Flieger gesessen.

Was muss mit ins Handgepäck?

  • Wechselsachen für ALLE Familienmitglieder
  • Ausreichend Windeln (Mindestens doppelte Menge für die Zeit wie zu Hause benötigt werden), Feuchttücher und Wickelunterlage, kleine Packung Wundcreme. Eine kleine Wickeltasche, welche man auch aufhängen kann hat uns in jedem Flugzueg sehr gute Dienste in der engen Bordtoilette geleistet
  • Plüschtiere der Kids
  • Abschwellendes Nasenspray, hier hatten wir unterschiedliche dabei. Einfaches Meerwassernasenspray zum befeuchten zwischendurch ist auch sinnvoll.
  • Snacks für die Kids je nach Altersklasse, möglichst Sachen ohne Zucker (das dreht noch mehr auf!)
  • Nahrung für das Baby - mit Baby durften wir bisher alle Flüssigkeiten, Gläschen und Quetschies problemlos mitnehmen auch in größeren Mengen...
  • Wasser zum trinken (geht mit Baby auch durch die Sicherheitskontrolle, ansonsten leere Wasserflaschen die gerne vom Bordpersonal gefüllt werden)
  • bei etwas größerem Kids: Tablet mit Filmen/ Spielen