Surfer Kids on Tour

Die 13. Woche auf Maui (15.-21.10)

Tauchen vor Molokini

Die Woche startet für Peter mit meinem Tauchausflug nach Molokini. Der kleine Kraterrest der jetzt nur noch von Tauchern und Schnorchlern besucht wird um die tolle Unterwasserwelt zu bestaunen. Um 6.00 Uhr werde ich abgeholt (der Kamaaina-Effekt). Diesmal ist das Boot mit 19 Tauchern gefüllt und nachdem alle den Papierkram erledigt haben fährt das Boot los. Die 45minütige Hinfahrt ist mit einem kleinen Frühstück und dem Briefing gefüllt. Meine Gruppe besteht aus 7 Tauchern und einem Guide. Um kurz nach 8.00 Uhr geht es ins Wasser. Es ist ein sehr gemütlicher Tauchgang, die Gruppe annähernd gleich erfahren. Ich genieße es jedes Mal wenn ich mich wie in einem großen Aquarium fühle. Wir sehen die üblichen Fische und eine Harlekin-Shrimp. Alles toll, aber nichts Außergewöhnliches. Gerade vor Molokini sind die großen Dinge zu erwarten. Mit viel Glück kann man hier Mantas, Schildkröten, Delphine u.ä. sehen. Mit ganz viel Glück sogar Wale oder Haie.

Unser 2. Tauchgang startet nach einer großzügigen Frühstückspause. Diesmal ist es ein Drift Dive, d.h. das Boot setzt uns ab wir lassen uns unter Wasser mit der Strömung an der Außenwand des Krater entlang treiben und werden dann wieder vom Boot aufgenommen. Die Außenwand fällt bis auf ca. 100 Meter steil nach unten ab, es ist total faszinierend in das dunkle Blau zu blicken und nicht zu wissen was von dort auf einen zukommt. Nach ganz kurzer Zeit entdecke ich 2 kleine Weißspitzenriffhaie (ca. 2 Meter), sie schwimmen in ganz geringer Entfernung an uns vorbei. Diese Tiere im Wasser zu sehen ist einfach unbeschreiblich. Leider verschwinden sie relativ schnell wieder. Wir lassen uns weiter treiben und sehen schon bald den nächsten Hai, dieser ist ca. 3 Meter groß und schwimmt nur wenige Meter unter uns entlang. Wir können ihn mehrere Minuten beobachten. Ich bin überwältigt von seiner Schönheit und Eleganz, die Art wie er sich im Wasser bewegt ist unglaublich. Ich kann gar nicht genug bekommen, doch leider verschwindet auch er wieder viel zu schnell. Der Rest des Tauchgangs ist jetzt fast nur noch Pflicht, doch immer wieder sehen wir Muränen, Papageienfische und Kofferfische. Jeder Taucher würde von diesen Dingen schwärmen, doch nach den 3 Haien sind wir alle ziemlich verwöhnt. Ein sehr großer Hummer begeistert mich noch und jetzt geht es dem Auftauchen entgegen. Da plötzlich, wie aus dem Nichts, taucht ein riesiger Manta vor uns auf und schwimmt einige Male um uns herum, gleichzeitig sehe ich einen weiteren kleinen Hai unter uns. Ich weiß gar nicht wo ich zuerst hinschauen soll. Nach diesem Erlebnis fällt uns allen das Auftauchen schwer. Das war einer meiner spektakulärsten Tauchgänge. Die Rückfährt ist natürlich kurzweilig weil jeder seine Begeisterung teilen will. Plötzlich, Aufregung auf dem Boot, Delphine sind in Sicht. Der Kapitän reagiert sofort und stoppt das Boot. Eine Delphin Mutter mit Kind schwimmt mehrere Minuten um unser Boot. Total begeistert von diesem Vormittag kehre ich nach Hause zurück, besser kann eine Woche nicht beginnen.

Kite-Surfen

Zu meinem Geburtstag habe ich (Peter) von meiner Familie einen Kite-Kurs geschenkt bekommen. Am Donnerstag geht es los. Es sind drei anstrengende Stunden in denen ich versuche diesen widerspenstigen Drachen zu steuern. Das ist nicht so leicht wie es aussieht. Auf Steuerungssignale reagiert er verspätet und heftig. Also neigt man dazu zunächst ein Signal zu geben, das zeigt keine Wirkung also gibt man noch eines, dann reagiert der Drachen auf das erste Signal. So schaukelt man die Drachen langsam aber sicher Richtung Absturz. Das richtige Gefühl zu entwickeln ist also die Kunst. Nach einigen Fehlversuchen gelingt es aber immer besser. Dann geht es ohne Board ins Wasser. Hier ist die Aufgabe sich vom Drachen durchs Wasser ziehen zu lassen und dabei selber die Richtung zu bestimmen. Da der Kite sich als ziemlich dickköpfig entpuppt einigen wir uns auf unentschieden … Bei nächsten Mal werde ich hoffentlich ein paar Steuerungssynapsen mehr haben und dann das Ding etwas besser beherrschen. Ich freue mich riesig darauf mit dem Board übers Wasser zu rasen.

Die perfekte Welle

Am Sonntag treffen wir uns mit Freunden, die wir in der letzten Woche kennengelernt haben, am Beginner-Surfer-Strand. Wir lassen den Tag ganz gemütlich angehen und sind kurz vor 11 Uhr am Strand, packen unsere Boards vom Auto und die Jungs gehen sofort mit Peter ins Wasser. Die Wellen sind heute sehr gut. Sie kommen gleichmäßig und hoch genug an Land. Die Jungs surfen jeder 5-mal und es klappt schon richtig gut, das wieder rauspaddeln ist gegen die Wellen und die Strömung richtig anstrengend, so dass 5 Versuche genug sind. Als ihre Freundin eintrifft wollen beide aus dem Wasser und spielen. Peter bleibt noch eine Weile im Wasser und übt sich darin nicht vom Brett zu fallen…. Als er genug hat wechseln wir und ich darf ins Wasser. Bis ich endlich weit genug draußen bin, fallen mir schon fast die Arme ab. Aber der Aufwand hat sich gelohnt: ich treffe gleich die erste große Welle richtig gut, das Board rast Richtung Strand und ich stehe! Wow, was für ein Gefühl. Von Adrenalin überflutet mache ich mich auf den mühsamen Weg zurück ins Meer. Die nächsten paar Wellen erwische ich nicht gut und werde ein paar Mal ordentlich durchgeschleudert. Nach einer kurzen Pause auf dem Meer sehe ich schon von weitem ein paar gute Wellen anrauschen. Also los geht es, meine Arme wollen fast nicht mehr paddeln, aber ich brauche Geschwindigkeit. Mit den letzten Reserven paddle ich der Welle voraus, plötzlich ist sie unter mir und bricht im exakt richtigen Moment. Ich schaffe es schnell auf die Beine zu kommen und surfe die Welle bis zum Strand. Ich könnte ausflippen vor Freude: Das war meine perfekte Welle und ich habe sie genau getroffen!

Highlights

Peter sieht 4 Haie und einen Manta, lässt sich von einem Drachen durchs Wasser ziehen und komplettiert die 1500km auf dem Fahrrad

Die kleine Prinzessin läuft die ersten Schritte alleine.

Die Jungs fahren Schulbus und gehen auf ihre erste Schul-Halloween Party.

Jule erwischt die perfekte Welle und findet eine Yoga Gruppe.