Surfer Kids on Tour

Die 3. Woche in Neuseeland (4.2 - 10.2)

Kaiwaka und der zu-Hause Tag

Nach der Desaster-Unterkunft in Opononi haben wir es in dieser Woche überwiegend sehr sehr gut angetroffen. Unser nächster Stop nach Opononi hieß Kaiwaka. Nachdem wir schnellstmöglich und bei strömenden Regen Opononi verlassen haben, fahren wir Richtung Süden uns halten das erste Mal an Baylys Beach. Das Wetter hat sich aufgeklart und aus dem geplanten kurzen Stopp wird ein 1 stündiger toller Strandaufenthalt. Unsere Unterkunft in Kaiwaka müssen wir eine Weile suchen. Die letzten 4 km fahren wir über eine Schotterpiste, bis wir endlich das Schild zur Woodland Lodge sehen. Jetzt nur noch einen steilen (Schotter-)Berg hoch uns schon sind wir da. Das Haus ist der Knaller. Wir haben direkten Blick auf den Meeresarm, der sich vor uns erstreckt. Im Haus ist alles vorhanden was man benötigt oder benötigen könnte inkl. einem Whirlpool, allen möglichen Küchenutensilien, Lebensmittel… Es ist einfach traumhaft. Die Jungs entdecken sofort, dass es nur ein Schlafzimmer gibt, das zweite Schlafzimmer befindet sich in einem Überseecontainer im Garten. Die beiden sind begeistert, dass sie ihr eigenes Häuschen haben und beziehen es sofort. Wir fühlen uns hier so wohl, dass wir beschließen am Dienstag einen kompletten Zu-Hause Tag zu machen.  Wir backen Brot, machen Schulaufgaben, gehen zum Meer, waschen unsere gesamte Wäsche, die Jungs sammeln Holz und wir machen am Abend ein Feuer im Terrassenofen. Das war ein super entspannter und wunderschöner Tag.

Sheepworld

Auf dem Weg von Kaiwaka nach Miranda kommen wir nach wenigen Kilometern an Sheepworld vorbei und beschließen einen ersten kurzen Stopp zu machen. Gerade als wir ankommen, beginnt eine Schaf- und Hundeshow und wir beschließen das Eintrittsgeld auszugeben und rein zugehen. Der Schäfer führt gerade vor wie die Hunde die Schafe treiben, anschließend geht es wieder in die Halle und wir lernen allerlei Wissenswertes über Schafe, von denen es in ganz Neuseeland über 30 Millionen gibt (Einwohnerzahl 4.5 Millionen)! Die ganzen Schafe müssen natürlich auch alle mal geschoren werden und das führt der Schäfer uns auch vor. Zur großen Freude der Jungs dürfen beide auch einmal mithelfen. Zum Abschluss dürfen wir noch die Lämmer mit Milchflaschen füttern. Eine tolle Veranstaltung, die uns sicher lange in Erinnerung bleiben wird. Zum Abschluss gehen wir noch an den Tiergehegen vorbei, füttern die Schafe, Enten, Alpakas, Rehe und Emus.

Miranda

Unser nächstes Ziel heißt Miranda, um hierhin zu kommen müssen wir durch die Millionenstadt Auckland. Das geht schneller als befürchtet, wir sind beeindruckt von dieser riesen Stadt (nach den vielen menschenleeren Orten ein großer Kontrast). Auf unserer Karte ist Miranda als kleiner Ort dargestellt, als wir am Nachmittag ankommen stellt sich heraus, dass es sich eher um eine Ansammlung von wenigen Häusern, verteilt auf 20 km² handelt! Unsere Wohnung liegt sehr schön, mit traumhaftem Blick auf das Meer, allerdings ist hier weit und breit nichts! Die nächste Möglichkeit etwas einzukaufen ist in Thames und das sind über 30 Minuten Fahrt.
Wir machen einen tollen Tagesausflug zum Tapapakanga Regional Park und verbringen einige schöne Stunden bei wieder herrlichem Sommerwetter am Strand. Am nächsten Tag fahren wir nach Thames und besichtigen die Goldmine. Der Guide ist ein alter Neuseeländer, der so einen starken Akzent spricht, dass wir fast nichts verstehen! Es ist trotzdem sehr spannend in die Welt der Goldgräber einzutauchen. Wir besichtigen auch einen alten Stollen und die Jungs sind entsetzt, dass die Arbeiter hier für 8 Stunden harte Arbeit gerade mal 1 Dollar erhalten haben. Zum Schluß bekommen die Kids jeder noch ein kleines Röhrchen gefüllt mit Wasser und Sand-Goldstückchen als Erinnerung.

Im Anschluss nutzen wir die hier vorhandene Infrastruktur und kaufen ein paar dringend nötige Kleidungsstücke ein. Es ist das erste Mal seit unserer Zeit in Neuseeland, dass wir richtige Geschäfte mit Bekleidung sehen!

Pauanui

Nach einer abwechslungsreichen Fahrt über die Bergkette erreichen wir bereits am Mittag Pauanui. Ein bezaubernder Ort am Pazifik. Auch hier haben wir Glück mit unserer Unterkunft bei Michelle und Paul, nur 2 Minuten Fussweg vom Strand entfernt. Wir verbringen hier 2 ruhige Tage vor allem am Meer und auf den großartigen Spielplätzen. Wir machen die nur 5 minutige Fährfahrt zu dem Zwillingsort Taurua (mit dem Auto braucht man 1.5 Stunden um dahin zu kommen) und bummeln hier entspannt am Meer entlang. Nachdem es am Vormittag windig und frisch war, sind am Nachmittag wieder hochsommerliche Temperaturen und wir geniessen 2 schöne Stunden am geschützten Strand von Pauanui.

Waihi Beach und Karangahake Grove

Nachdem wir Paianui velassen haben geht es weiter Richtung Süden. Unser erster Stopp heißt Waihi Beach, es ist Mittagszeit und wir suchen uns ein Restaurant. Aus dem Internet haben wir die Empfehlung für das Flatwhite bekommen, welches wir auch direkt ansteuern. Es ist kurz vor 12 Uhr und ziemlich voll, aber wir haben großes Glück und bekommen einen Tisch draußen, direkt am tosenden Pazifik. Es ist der mit Abstand großartigste Platz an dem wir in Neuseeland bisher gegessen haben – nur ca. 20 Meter vom Ozean entfernt. Nach dem Essen und einem kurzen Aufenthalt am Strand geht es weiter bzw, wieder zurück nach Karangahake Grove. Hier machen wir uns auf dem Weg zum „Rail Tunnel Loop“, bis zum Eingang des alten Eisenbahntunnels brauchen wir mit der kleinen Prinzessin knapp 30 Minuten. Es ist sehr warm und aus dem Tunnel kommt uns gefühlt Eiskalte Luft entgegen. Wir betreten den Tunnel und unmittelbar ist es kalt und feucht. Hier ist bis vor ca. 100 Jahren noch die wichtigste Eisenbahnverbindung zwischen Auckland und der Bay of Plenty entlanggegangen. Peter läuft mit einem der Prinzen den kompletten Kilometer bis zum Ende des Tunnels, während ich mit den beiden anderen Zwergen nach ca. 350 Metern umdrehe und langsam zurück zum Ausgangspunkt spaziere. Hier angekommen treffen wir uns alle wieder und überqueren noch die recht wacklige Hängebrücke über den Fluss um anschließend das kühlende Bad im Fluss zu geniessen. Nach diesem tollen und lohnenswerten Zwischenstopp geht es weiter nach Omokoroa, wo wir die kommenden 4 Tage verbringen werden.

Highlights der Woche

In Kaiwaka backen wir unser eigenes Brot.
Die Jungs scheren ein Schaf und füttern die Lämmer.
Wir schürfen in Thames nach Gold.
In Waihi Beach essen wir direkt am Pazifik zu Mittag.