Surfer Kids on Tour

Die 6. Woche in Neuseeland (25.2 - 3.3)

Der Hooker Valley Track

Wir sind im Landesinneren, in Twizel, angekommen. Nachdem das Wetter in Timaru eher durchwachsen und auch die Fahrt nach Twizel von heftigem Regen und dicken Wolken überschattet war haben wir nun wieder Glück. Wir haben uns entschieden den Hooker Valley Track am Mount Cook (dem höchsten Berg Neuseelands) zu laufen. Laut Reiseführer und Beschilderung liegen 4.5 km Weg und 3 große Hängebrücken bis zum Ende des Weges vor uns. Wir laufen dick eingepackt und mit Jacken im Rucksack los. Bereits nach 1 km merken wir, dass wir viel zu warm angezogen sind. Da wir nicht zurückgehen wollen und die Sachen auch nicht mitschleppen möchten, entscheiden wir uns für ein Versteck am Wegesrand. Wir lagern unsere Jacken und Pullover hinter einem Gebüsch und hoffen, dass sie auf dem Rückweg auch noch da sind. Die Strecke ist sehr schön und schon bald haben wir einen wundervollen Blick auf dem Mount Cook. Für die Kids sind die Hängebrücken natürlich das Highlight. Nach etwas über 5 km und 2 Stunden kommen wir am Gletschersee an und genießen den herrlichen Ausblick auf die Berge. Auf dem See schwimmt sogar ein dicker Eisbrocken. Der Rückweg klappt auch super und sogar unsere Sachen liegen noch unangetastet in ihrem Versteck. Sowohl die Jungs als auch die kleine Prinzessin im Tragesack haben die erste große Neuseeland-Wanderung sehr gut mitgemacht und die traumhafte Natur macht direkt Lust auf weitere Wanderungen.

Helikopter fliegen

Zum Geburtstag haben die Prinzen einen Gutschein zum Helikopter fliegen in Neuseeland geschenkt bekommen. Diesen wollen wir in der traumhaften Umgebung der Berge und Gletscher um den Mount Cook einlösen. Wir haben uns für einen 35 minütigen Flug mit Gletscherladung von Inflight Neuseeland entschieden. Die Jungs sind bereits nach dem Aufstehen total aus dem Häuschen und können es kaum abwarten, dass wir aufbrechen. Wir starten am Mount Cook Airport, nach der Anmeldung und einer kurzen Sicherheitserläuterung stehen wir auf dem Startfeld und warten dass es losgeht. Peter und einer der Prinzen dürfen vorne neben dem Piloten sitzen, die kleine Prinzessin auf meinem Schoß und der zweite kleine Prinz sowie 2 weitere Urlauber sitzen hinten. Der Start ist ganz anders als bei einem Flugzeug, fast völlig ruckellos heben wir ab und drehen direkt auf die Berge zu. Was für ein Gefühl – es ist unglaublich toll! Wir genießen den Flug entlang der Bergketten und sehen unter uns den Tasman See mit vielen kleinen und großen Eisbrocken und den Tasman Gletscher, absolut überwältigend. Nach ca. 20 Minuten landen wir im oberen Abschnitt des Tasman Gletschers im ewigen Eis, um uns erstrecken sich die Gipfel der Berge und wir stehen im strahlenden Sonnenschein im Eis. Es ist so schön, dass ich keine Worte finde die Situation zu beschreiben. Nach 15 Minuten steigen wir alle wieder ein und starten erneut um zum Flughafen zurückzufliegen. Unterwegs fliegt der Pilot nochmal in eine Schlucht und begeistert uns mit den Möglichkeiten des Helikopters. Nach weiteren 20 Minuten Flug landen wir wieder am Flughafen und sind sehr begeistert von dem tollen Erlebnis.

Da es erst früher Nachmittag ist, beschließen wir noch zum Tasman See zu wandern. Die Wanderung ist vom Parkplatz nur ca. 30 Minuten (aber dafür steil bergauf) und am Ziel bietet sich ein grandioser Blick auf den See und den Gletscher die wir auch schon vom Helikopter aus gesehen haben.

Wanaka

Unser nächster Halt heißt Wanaka am gleichnamigen See. Hier wollen wir eine ganze Woche bleiben und haben ein tolles Häuschen mit Blick auf die Berge und den See gemietet. Wir freuen uns, dass es sich endlich mal wieder lohnt einen Koffer auszupacken und wir so eine schöne Unterkunft haben.

In Wanaka gibt es einiges zu erleben, direkt am ersten Tag verbringen wir den Nachmittag am See. Das Wetter ist so toll, dass die Jungs sogar baden gehen. Auch in den kommenden Tagen, kommen wir jeden Nachmittag für ein paar gemütliche Stunden an den Strand zurück, gehen baden, fahren Tretboot und genießen das traumhafte Wetter vor der Bergkulisse und dem großen See.
An einem Tag leihen wir uns Fahrräder aus (die Prinzen fahren das erste Mal Mountainbike mit Gangschaltung und sind begeistert) und fahren am See entlang Richtung Albertown. Der Radweg ist einfach traumhaft, es geht ohne Steigungen immer direkt am See entlang. Der Fahrradvermieter hat uns davon abgeraten bis Albertown zu fahren, da es nach dem Campingpatz deutlich bergiger wird. Tatsächlich drehen wir am Campingplatz, fahren zurück nach Wanaka zum Mittagessen und fahren anschließend nochmal in die andere Richtung. Nach insgesamt ca. 27 km geben wir die Räder wieder ab und gönnen uns ein Eis in der wirklich besten Eisdiele der Stadt (Black Peak).

Cardrona

Beim Fahrradverleiher haben wir eine Information entdeckt, dass am Samstag im alpinen Skigebiet Cardrona ein Mountainbike-Rennen stattfindet. Da wir ohnehin darüber nachgedacht haben Cadrona einen Besuch abzustatten, ist das ein guter zusätzlicher Grund. Der Weg von Wanaka bis zur Auffahrt zum Skigebiet dauert nur ca. 20 Minuten, dann geht es allerdings nochmal ca. 20 Minuten auf einer Schotterstrasse steil bergauf. Im Winter bei Eis und Schnee möchte ich hier nicht hochfahren. Oben angekommen geht ein ziemlich kalter Wind und wir sind froh über die Jacken im Auto, zum Glück scheint die Sonne. Wir schauen eine Weile den waghalsigen Abfahrten der Mountainbiker zu und gehen dann zur Gondelbahn. Die Prinzen wollen natürlich mit der Gondel bis ganz nach oben fahren, für die ca. 5 minütige Fahrt sollen wir 120$ bezahlen. Das ist uns dann doch zu viel und wir beschließen den Aufstieg zu Fuß zu machen. Es ist Mittagsschlafenzeit für die kleine Prinzessin, so dass ich das Vergnügen habe die kleine Maus schlafend im Tragesack nach oben zu transportieren. Der Weg ist zwar nur ca. 1.5 km lang aber ziemlich steil und zwischendurch müssen wir immer wieder Mountainbikern und Cartfahrern ausweichen. So verrückt hier raufzulaufen sind auch nicht viele, genaugenommen sind wir die einzigen… Als wir an der Ausstiegsstelle der Seilbahn angekommen sind überwiegt allerdings der Stolz es geschafft zu haben. Die Jungs wollen wieder bei der Gondel schauen, ich bleibe in der Zeit mit der kleinen Prinzessin in der Sonne stehen und versuche mich zu erholen. Als die drei ewig nicht wiederkommen, entdecke ist sie plötzlich beim Aufstieg auf den Gipfel des Berges. Ich kann natürlich zulassen das die Drei am Gipfel stehen und ich nicht! Also marschiere ich, immer noch mit der schlafenden Prinzessin, ebenfalls los. Schon nach kurzer Zeit bereue ich die Entscheidung fast: Es geht eher eine Kletterstrecke als einen Weg bergauf, die kleine Maus ist aufgewacht und beschwert sich (zu Recht) über die Kletterei und den eisigen Wind, aber umdrehen will ich auch nicht. Nach 20 dermaßen anstrengenden Minuten sind wir endlich oben und haben die Männer fast noch eingeholt. Der Ausblick ist grandios, leider der Wind auch. Also gibt es nur schnell ein paar „Summit-Fotos“ und wir machen uns auf den, nicht weniger anstrengenden, Rückweg zur Bergstation der Seilbahn. Nachdem wir noch eine ganze Weile dem Start der Mountainbiker zugesehen haben, dürfen wir kostenfrei mit der Gondel wieder nach unten fahren. Welch eine Freude für die Jungs!

Highlights

Wir fliegen alle zusammen Helicopter und landen im ewigen Eis.

Wir erwandern den Hooker Valley Track, den Gipfel des Mount Iron, und den Cardrona-Gipfel.

Wir fahren Fahrrad entlang des wundervollen Sees.