Surfer Kids on Tour

Die 7. Woche in Neuseeland (4.3 - 10.3)

Rob Roy Glacier Track

Der 10 km lange Rob Roy Glacier Track wird als schönste Wanderung in Neuseeland angepriesen, diesen wollen wir uns nicht entgehen lassen (oder besser gesagt ich möchte den gerne laufen und die Männer müssen dann wohl auch mit). Die Anfahrt ist alles andere als lustig, die letzten 20 km geht es über eine so schlechte Schotterpiste, dass wir im Auto ordentlich durchgeschüttelt werden, als wir auch noch einige Flüsschen überqueren müssen, frage ich mich schon ob der Ausflug eine gute Idee war. Endlich am Parkplatz angekommen ist die Sicht schon grandios: hohe Berge, der kristallklare Rob Roy Fluss und Kühe und Schafe auf den Weiden. Der Weg hat es absolut verdient als der Schönste bezeichnet zu werden. Es geht über eine Hängebrücke und dann immer entlang am türkisfarbenen Fluss mehr oder weniger steil 5 km bergauf. Das erste Stück ist sehr sehr anstrengend und kräfteraubend, dann wird es etwas flacher und nach ca. 3 km haben wir das erste Mal einen Blick auf den Gletscher: atemberaubend schön. Wir laufen bis zum Ende des Weges und erreichen nach etwas über 5 km das Ziel. Vor uns erstreckt sich der Gletscher und unzählige Wasserfälle stürzen in die Tiefe. Es hat sich absolut gelohnt diese Anstrengung auf sich zu nehmen. Wir bleiben hier eine ganze Weile und genießen den traumhaften Blick bevor es wieder zurück zum Parkplatz geht. Insgesamt sind wir 3:40 gelaufen (2 Stunden Hinweg und 1:40 Std für den Rückweg). Die Jungs haben den ganzen Weg super geschafft und auch die kleine Prinzessin war auf meinem Rücken im Tragesack zufrieden.

Jetboat fahren in Queenstown

Nach der wunderschönen Woche in Wanaka verbringen wir 2 Nächte im nur 65 km entfernten Queenstown. Queenstown ist sehr sehr touristisch und vor allem voller Japaner. Hier werden, zu meistens unverschämten Preisen,  alle möglichen touristischen Angebote gemacht. Peter bucht für sich und die Jungs eine Fahrt mit dem Jetboot. Der Anbieter GoOrange sagt uns am meisten zu und so geht es um 17 Uhr am See los (zum Glück dürfen Kleinkinder nicht mitfahren, so dass ich mich nicht in das Rennboot setzen muss und mit der kleinen Prinzessin die Ruhe genieße!). Die drei steigen mit Schwimmweste ins Boot und ab geht die Fahrt.

Die Fahrt beginnt mit einer kurzen Einweisung des Fahrers, im Wesentlichen sagt er, dass keine Rücksicht genommen wird. Er kündigt 360° Drehungen an und einige Mitfahrer schauen sich schon jetzt an als würden sie ihre Entscheidung bereits bedauern. Am Anfang fahren wir im gemächlichen Tempo aus dem Hafen, aber schon nach kurzer Zeit lässt er uns spüren über welche Leistung das Boot verfügt (860 PS!!). Ein kurzer Zug am Hebel und das Ding geht ab wie eine Rakete und röhrt wir ein Rudel brünftiger Hirsche! Da die Wellen hier ziemlich hoch sind gibt es ordentliche Schläge und ich frage mich ob die Zwerge das gut überstehen werden. Natürlich hat er auch noch entsprechende Musik dabei und ich fühle mich wie auf einem Heavy Metall Konzert. Hier kommt auch nach kurzer Zeit die Frage von Prinz1 ob die Musik auch leiser geht …

Der Fahrer hat das Boot natürlich gut im Griff und vermeidet die Schläge so gut es geht. Als es in den Flussarm geht werden die Wellen flacher und er kann so richtig zeigen was ein Jetboot ausmacht! Die Beschleunigung ist WAHNSINN und er fährt an jeder Boje mit minimalstem Abstand vorbei. An den Flussufern deutet er jedes Mal eine Kollision an, das Geschrei im Boot ist schlimmer als auf jeder Kirmes. Als ich schon fürchte, das das für die Jungs eine Spur zu hart ist kommt die Frage warum wir denn nur eine halbe Stunde fahren?

Wir haben großen Spaß, insbesondere bei den Drehungen. Als er dann auch noch „fast“ eine Brücke rammt sind die Jungs total aus dem Häuschen.

Auf dem Rückweg zeigt er uns dann noch die Bergkette von Mordor. Ein toller Anblick. Viel zu schnell ist die Zeit vorbei und wir sind wieder im Hafen. Die Jungs wollen gleich noch einmal fahren, spätestens aber Morgen!

Gondel und Sommerrodelbahn

In Queenstown gibt es eine Gondelbahn, welche auf den Hausberg fährt. Da unsere Jungs begeisterte Gondelfahrer sind beschließen wir sie mit dem Ausflug auf den Berg zu überraschen. Leider ist das Wetter nicht so toll, aber wir fahren trotzdem und buchen auch noch eine 20er Karte für die Sommerrodelbahn am Gipfel. Die Überraschung ist geglückt, die beiden freuen sich wie verrückt über das Gondelfahren und als sie herausfinden, dass sie auch noch die Sommerrodelbahn fahren dürfen ist kein Halten mehr. Leider fängt es nach der ersten Fahrt an zu regnen und hört nicht mehr auf, ganz im Gegenteil. Den beiden macht das gar nichts, sobald sie mit den kleinen Carts im Ziel angeschossen kommen, flitzen sie direkt wieder zum Sessellift und fahren wieder nach oben. Nach 22 Fahrten (2 jeweils durch Peter und mich und der Rest von den Jungs – wobei sie noch eine zusätzlich bekommen) sind die beiden bis auf die Unterwäsche durchgenässt, aber sehr glücklich. Wir fahren mit der Gondel wieder nach unten und wärmen uns zu Hause erstmal alle ordentlich auf.

Robben, Seehunde, Albatrosse und Orcas

Das Wochenende verbringen wir in Ocean View, einem Vorort von Dunedin direkt am Meer. Wir schauen uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Dunedin wie den Bahnhof und die St. Pauls Kirche an und merken mal wieder das Städte nicht das richtige für uns sind. Nach der 1.5 stündigen Tour durch die Stadt machen wir uns auch schon auf zur Otega Peninsula, einer Halbinsel vor der Stadt. Schon die Fahrt hierhin ist traumhaft, es geht immer direkt am Meer entlang über kleine kurvige Straßen. Den ersten Halt machen wir am Larnach Castle auf halbem Weg. Das „Schloss“ ist eher ein Landsitz und wir beschließen es nicht von innen anzusehen, sondern nur die Gärten zu besichtigen. Diese sind wunderschön und als auch noch die Sonne rauskommt genießen wir den tollen Rundgang. Nach etwas über 1.5 Stunden geht es weiter Richtung Albatros-Point. Wir entscheiden uns gegen die geführte Wanderung und gehen direkt zur Aussichtsplattform. Tatsächlich haben wir Glück und sehen fliegende Albatrosse! Hier ist einer der wenigen Orte der Welt, wo man so nah an diese tollen Tiere herankann und sie so schön sieht. Direkt am Meer auf den Felsen entdecken wir auch noch Seelöwen, die sich in der Sonne aalen. Wir verbringen hier eine ganze Weile und genießen das tolle Szenarium, plötzlich sagt Peter er sieht eine Walflosse!! Wir können es kaum glauben, direkt vor uns schwimmt eine Gruppe Orcas vorbei! Es sind zwischen 3 und 5 Tieren, davon eine Mama mit ihrem Kalb. Sie schwimmen so dicht an der Wasseroberfläche, dass wir sie sogar unter Wasser sehen können. Es ist absolut unglaublich und ein wunderschönes und überraschendes Erlebnis. Anschließend gehen wir noch auf die andere Seite und finden hier noch mehrere Seelöwen und Seehunde die in der Sonne dösen. Was für ein toller Ausflug.
Am Abend gönnen wir uns noch ein richtiges Restaurant-Abendessen und gehen ins „The Gaslight“ in Dunedin, endlich mal wieder was anderes als Fisch`n`Ships, Pommes oder Pizza!

Highlights der Woche

Wir erwandern den RobRoy Glacier Track und genießen die phantastische Sicht auf den Gletscher

Die Jungs sausen bei strömendem Regen die Sommerrodelbahn in Queenstown runter und fahren Jetboot über den See

Wir besichtigen das älteste Hotel Neuseelands

Wir sehen unerwartet Orcas am Otega Peninsula