Surfer Kids on Tour

Die 8. Woche in Neuseeland (11.3 - 17.3)

Oamaru und die Pinguine

Den Beginn der Woche haben wir im schönen Küstenort Oamaru verbracht. Oamaru ist eine schöne Stadt an der Ostküste und hat als große Besonderheit 2 Pinguinkolonien mitten in der Stadt. Die kleinen blauen Zwergpinguine sind direkt in der Stadt am Hafen zu entdecken. Wir hatten auch Glück und haben an 2 Abenden hintereinander 3 bzw. 2 der putzigen kleinen Gesellen gesehen. Sie sind ziemlich scheu und verstecken sich gut wenn in der Nähe Bewegungen oder Geräusche sind. Als 2 Kolonie gibt es die Gelbaugenpinguine etwas außerhalb zu bestaunen. Der Vorteil bei diesen Pinguinen ist, dass sie in den 2 Stunden vor Einbruch der Dunkelheit an Land kommen, also zu etwas kinderfreundlicheren Zeiten als die blauen Zwergpinguine. Leider kann man diese aber auch nur von einer hohen Klippe sehen. Wir haben zwar einen sehen können, der war aber so weit weg, dass man ihn nicht genau erkennen oder fotografieren konnte. Schade, aber gesehen ist gesehen!

Die Geschichte um Peter's Brille

Die Geschichte um Peters Brille ist eine ganz besondere, sowas erlebt man wahrscheinlich nur auf einer Weltreise. Und so fing alles an: In Ngataki, auf der Nordinsel und in unserer 2. Woche in Neuseeland, hat Peter sich eines Abends auf seine Brille gesetzt und dabei den Bügel angebrochen (gut dass es ihm selber passiert ist und niemandem vom Rest der Familie). Der Ärger war natürlich riesig und da die mitgenommene Ersatzbrille doch sehr alt und schlecht war, ist Peter eine ganze Weile mit der kaputten Brille rumgelaufen. Das sah in der Tat ziemlich schräg aus und es war absehbar, dass das keine Lösung auf Dauer sein konnte. Da oben, im hohen Norden, war in der Tat auch keine Hoffnung auf einen Optiker oder sonst irgendeine Hilfe zu erwarten. Also riefen wir beim Optiker in Deutschland an und konnten zum Glück die gleiche Brille nochmal neu bestellen. Jetzt mussten wir diese nur noch irgendwie zu uns ans andere Ende der Welt bekommen. Dank Internet haben wir eine Familie gefunden, welche 3 Wochen später, also Mitte März, nach Neuseeland reisen wollte und bereit war uns die Brille mitzubringen. Also mussten wir nun nur noch organisieren, dass der Optiker die Brille zu der Familie schickt und die Rechnung als pfd zu uns. Zum Glück war der Optiker sehr kooperativ und hat alles möglich gemacht uns zu helfen. Anfang März waren wir dann in Christchurch, bei dem Wohnmobil-Vermieter, und haben ein kleines Dankeschön an die Familie hinterlegt. Leider war es nämlich so, dass abzusehen war, dass wir die Familie nicht persönlich treffen konnten. Zum Glück war der Wohnmobil-Vermieter auch sehr kooperativ und hat unser kleines Päckchen entgegengenommen und weitergegeben und auch die Brille aufbewahrt. Heute war es dann soweit, wir waren erneut beim Vermieter und haben tatsächlich die Brille abgeholt. 6 Wochen nach dem „Unfall“ hat Peter nun seine neue Brille und ist sehr glücklich.
Parallel zu der ganzen „Brille aus Deutschland nach Neusseland“-Aktion, haben wir die alte Brille in Thames bei einem Optiker abgegeben, sind weitergefahren und 10 Tage später nochmal vorbeigekommen. Tatsächlich konnte die alte Brille repariert werden. Thames war der einzige mögliche Ort, wo die Zeitplanung so funktioniert hat und gleichzeitig zum Glück auch der erste Ort wo wir überhaupt einen Optiker gefunden haben.

15. März 2019, Christchurch

Für den 15. März ist Regen angesagt in Christchurch. Wir verbringen den Vormittag zu Hause und machen uns gegen Mittag auf den Weg in die Innenstadt. Unser Ziel ist die öffentliche Bibliothek mit dem großen Angebot an Lego-Bausteinen für die Kids. Wir finden direkt neben der Bibliothek einen Parkplatz und haben sogar das große Glück, dass uns jemand seinen noch bis zum Abend gültigen Parkschein überlässt. Wir begeben uns direkt in die 1. Etage und tatsächlich gibt es hier eine Lego-Welt mit unzähligen Baumöglichkeiten für jedes Alter. Die Jungs sind sofort dabei und auch die kleine Prinzessin ist begeistert. Der Plan ist, hier eine Weile zu verbringen, in den nahen Restaurants der Innenstadt zu essen und wieder zu spielen (je nach Wetter). Als ca. 14:15 Uhr die Jalousien heruntergefahren werden und ein Sicherheitsmann herumkommt und alle bittet sich von den Fenstern fernzuhalten, wundern wir uns zwar, machen uns aber keine Gedanken. Um 15 Uhr wird es zunehmend voller und der Hunger größer, so dass wir unsere Sachen einräumen uns auf den Weg zum Fahrstuhl machen. Im Erdgeschoss angekommen werden wir direkt abgefangen und zurückgeschickt: der Ausgang ist gesperrt. Auf dem Weg zurück ins erste Geschoss hören wir, dass es wohl eine Schießerei gegeben hat. Wir schicken die Kids zurück an die Legotische und versuchen ein paar Informationen einzuholen. Alles ist absolut ruhig und unaufgeregt. Stück für Stück bekommen wir ein paar Informationen, dass es in der nahe gelegenen Moschee zu einer Schießerei gekommen ist. Es ist völlig unklar, wie lange wir das Gebäude nicht verlassen können. Die Lage in der Stadt scheint sehr unübersichtlich zu sein und wir sind froh in dem sicheren Gebäude mit reichlich Möglichkeiten der Beschäftigung für die Kids zu sein. Zum Glück haben wir auch noch Verpflegung im Rucksack, so dass wir die Zeit gut aushalten können. Die Bücherei ist ziemlich voll, aber alle Menschen sind völlig unaufgeregt. Die Mitarbeiter sind überaus hilfsbereit, es gibt Getränke für alle und Muffins für die Kids. Außerdem gibt es direkt große Ladestationen mit Ladekabeln für die Handys. Wir sind trotz der schlimmen und unübersichtlichen Situation in der Stadt gut versorgt und überrascht, dass nie auch nur der Ansatz von Panik aufkommt. Kurz nach 18 Uhr kommt dann die vorläufige Entwarnung und wir dürfen die Bücherei verlassen und fahren nach Hause. Erst dort angekommen wird uns das ganze Ausmaß des schlimmen Terroranschlags richtig bewusst.

Christchurch

Trotz des Anschlags am Freitag verbringen wir wie geplant die Tage in Christchurch. Die Stadt hat einiges zu bieten: an erster Stelle für uns natürlich der riesige Spielplatz in der Innenstadt. Die Erbauer haben es sich zum Ziel gesetzt den schönsten Spielplatz der Welt zu bauen und wir können bestätigen: es ist ihnen gelungen! Der wohl größte Spielplatz der südlichen Halbkugel hat alles zu bieten was Kinderherzen höher schlagen lässt inkl. eines großen Wasserspielplatzes. Dieser wird von den Jungs natürlich auch ausgiebig genutzt (zum Glück haben wir immer unserer Badetasche im Auto!).
Aber Christchurch hat noch mehr zu bieten. So fahren wir mehrmals mit der historischen Tram durch die Innenstadt, besuchen den wunderschönen botanischen Garten und das Museum. Leider sind noch recht viele Spuren des großen Erdbebens von 2011 zu sehen, so dass einige Kirchen und Gebäude nur abgezäunt und halb verfallen zu sehen sind.

Highlights der Woche

Wir sehen die millionenalten und faszinierenden Moeraki Boulder (ca. 50 große Runde Steine am Strand).

In Oamaru sehen wir 2 verschiedene Pinguinarten.

In Waimate füttern wir Wallabys.

Wir besuchen mehrmals den riesigen Spielplatz in der Innenstadt von Christchurch.