Surfer Kids on Tour

Die 1. Woche in Australien (18. - 24.03)

Ankunft in Down Under

Am Dienstag heißt es für uns Auf Wiedersehen sagen zu Neuseeland. Wir haben die Zeit hier genossen, freuen uns jetzt aber auf das wärmere Klima in Australien. Der Flug geht schnell vorbei (wir fliegen A 380 mit Emirates), die Kids geniessen das Unterhaltungsprogramm an Bord und essen sogar das Kindermenu fast vollständig auf! Nach 3,5 Stunden landen wir in Sydney. Es ist hier Abend, aber für uns, mit der Zeitumstellung, gefühlt schon fast Mitternacht. Trotzdem klappt mit den Kids alles gut,die Immigration geht relativ zügig und wir freuen uns auf den australischen Stempel im Pass. Wir haben ein Shuttle bei Rocket Trip gebucht und das klappt alle wunderbar. Der Fahrer erwartet uns vor dem Flughafen und bringt uns durch den nächtlichen Trubel der Großstadt zum Hotel. Auf Sydney freue ich mich seit wir die Reise planen, hier soll nun endlich mein Kindheitstraum in Erfüllung gehen: Ich werde die Oper von Sydney sehen. Aus diesem Grund haben wir auch ein Hotel bzw. Hostel im Hafengebiet gemietet – mit Blick vom Dach auf die Oper. Nach ca. 40 Minuten halten wir vor dem YHA The Rocks. Das Einchecken geht reibungslos und wir gehen in unser Zimmer, das Familienzimmer ist ein kleiner Raum mit 2 Etagenbetten und immerhin eigenem Bad. Das kleine Zimmer kostet ein halbes Vermögen, aber Sydney ist es (hoffentlich) wert! Es ist so spät, dass alle erschöpft ins Bett fallen.

Die Oper von Sydney oder ein Kindheitstraum geht in Erfüllung

Am nächsten Morgen führt uns der erste Weg auf das Dach des Hotels: Mir schießen die Tränen in die Augen: Tatsächlich steht direkt vor uns und in seiner ganzen Schönheit die Oper von Sydney. Ich kann es nicht glauben und bin so überwältigt, dass ich gar nicht aufhören kann zu weinen. Das sind genau die Momente, die eine Weltreise so besonders machen. In den kommenden drei Tagen werden wir immer wieder zur Oper gehen und jedes Mal bekomme ich eine Gänsehaut und mit steigen die Tränen in die Augen. Auch jetzt, Tage danach, wenn ich daran denke kann ich es nicht glauben: Ich habe die Oper von Sydney gesehen, zusammen mit den wichtigsten Menschen in meinem Leben. Wir haben so großes Glück, dies alles erleben zu können. Am Donnerstag machen wir vormittags die Opernführung mit. Es ist toll, dieses schöne Gebäude auch von innen bewundern zu können. Wir lernen viel Interessantes über das Haus und können die meisten der Theater- und Konzertsäle sehen.

Manly- und Bondibeach

Sydney hat natürlich noch mehr zu bieten, als die Oper. So fahren wir mit der Manlyfähre nach Manly (auf dem Weg dorthin sehen wir die Oper von der Meerseite und fahren ganz dicht daran vorbei!) und besuchen den traumhaft schönen Strand von Manly. Auch den weltbekannten Bondibeach dürfen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Wir genießen die entspannten Stunden am Strand, beobachten die Surfer, die Kids spielen im Sand und wir merken alle wieder, wie sehr wir das Meer und Strände lieben – und Maui vermissen.

Ankunft im Outback

Nach 3 Tagen Großstadt geht es für uns wieder zum Flughafen und weiter ins Outback, der Ayers Rock wartet. Die 3 Stunden Flug vergehen auch wieder recht gut und bereits vor dem Start weist uns die Stewardess daraufhin, dass wir auf er richtigen Seite des Flugzeuges sitzen: Wir werden den Ayers Rock bereits aus der Luft sehen können. Und tatsächlich erblicken wir kurz vor der Landung dieses Wahrzeichen Australiens. Absolut faszinierend erhebt er sich aus dem kilometerweiten flachen nichts. Bereits von hier oben sieht er wunderschön aus. Nach der Landung und dem Verlassen des Flugzeuges begrüßt uns auch direkt das typische Outback Wetter: es sind über 40 Grad und ein heißer Wind weht uns ins Gesicht. Zitat kleiner Prinz: „ Mama die Turbinen sind noch an und pusten uns mit heißer Luft an“… Nein, dass waren keine Turbinen, dieses Wetter steht uns in den kommenden 3 Tagen bevor. Nachdem wir unseren Mietwagen abgeholt haben geht es direkt nach Yulara, dem einzigen Ort in der Nähe des Uluru. Wir haben ein Apartment im Emu Walk Apartment Hotel gebucht und sind sehr angenehm überrascht. Nach dem sehr beengten wohnen in Sydney haben wir hier wieder ein kleines Häuschen mit 2 Schlafzimmern, einer großen Küche, Wohnzimmer und Esszimmer, das Wichtigste aber ist: es ist klimatisiert. Die Hitze draußen ist kaum zu ertragen und das obwohl wir alle die Wärme sehr mögen.

Ayers Rock/ Uluru

Das erste Mal vom Land aus bewundern wir den heiligen Berg der Aborigines während des Sonnenuntergangs. Die Farbe wechselt von braun zu rotbraun und strahlend leuchtendem rot, je nachdem wie die Sonne auf den Berg scheint. Wir können kaum realisieren, dass wir hier stehen und dieses Wahrzeichen Australiens tatsächlich live sehen können. Es ist einfach unbeschreiblich.

Für den nächsten Tag nehmen wir uns vor ganz früh aufzustehen und mindestens einen Walk am Uluru in der morgendlichen Kühle zu machen. Alles klappt gut und wir sind um 8.00 Uhr am Uluru. Schon von weitem sehen wir Menschen den Uluru besteigen. Wir waren zunächst unsicher ob wir das tun oder lieber darauf verzichten sollen. Die Neugier und die Lust darauf den Ausblick von oben zu genießen siegt. Jule nimmt sich die kleine Prinzessin in den Bondolino auf den Rücken und ich trage die Trinkvorräte. Der Weg ist unglaublich steil und nur mit einer kleinen Kletterhilfe versehen. Die Jungs schlagen sich sehr tapfer und Jule vollbringt hier eine sportliche Meisterleistung. Immer wieder sehen wir uns um und sind fasziniert von diesem Ausblick. Nach ca. 50 Minuten sind wir sehr weit oben angekommen. Jule beschließt auf ihren Körper zu hören und von hier aus zurückzukehren. Ich gehe mit den Jungs noch einige Höhenmeter weiter nach oben. Da die beiden aber dann auch genug haben kehren wir bei ca. 840 Höhenmeter um. Die Aussicht ist fantastisch und wir können nachvollziehen warum den Aborigines dieser Berg so viel bedeutet. Für den Abstieg nehmen wir uns Zeit und die Jungs schaffen das unglaublich toll. Sie sind hier schon so selbständig und sicher geworden. Unten treffen wir die Mädels wieder und fahren gemeinsam zurück in Hotel. Dort liefert uns der Pool die dringend benötigte Abkühlung.

Jule weiß um meine Begeisterung für den Uluru und ahnt das ich gerne noch höher geklettert wäre. Sie fragt mich ob ich am nächsten Tag nicht noch einen Versuch alleine unternehmen will. Ich überlege lange, aber freue mich sehr über das Angebot. Am nächsten Tag breche ich um kurz nach 6.00 Uhr auf und bin frühzeitig am Tor zum Climb. Leider ist noch alles verschlossen und es ist ziemlich windig. Ich ahne nichts Gutes. Als sich gegen 7.00 Uhr immer noch nicht tut starte ich zu einem kleinen Walk der mich zu einem Wasserloch führt. Auf dem Weg dorthin komme ich an verschiedenen Höhlen vorbei die von den Ureinwohnern benutzt wurden. Die Höhlenzeichnungen sind noch deutlich zu erkennen. Nach diesem ersten Spaziergang hat sich am Climb immer noch nicht getan und so beschließe ich den Uluru zu umrunden. Dieser Base Walk führt über ca. 10 km einmal um den gesamten Berg. Es ist ein unglaublich schönes Erlebnis. Der Berg strahlt einmal im morgendlichen Sonnenlicht einmal liegt er dunkel im Schatten. Die Oberfläche des Berges, die auf allen Bilder immer glatt wirkt, ist das Gegenteil. Zum einen hat der Stein eine richtige Schuppenstruktur, zum anderen weist er an vielen Stellen große Löcher und Höhlen auf. Das einzig unerfreuliche sind die hier überall präsenten Fliegen. Während des Spazierganges fühle ich mich von diesen Viechern umringt. Manchmal bietet ein heftiger Windstoß für kurze Zeit etwas Schutz. Aber nach wenigen Sekunden sind alle wieder da. Als ich den Parkplatz wieder erreiche ist auf dem Schild zu sehen das für heute Temperaturen von mehr als 36° erwartet werden und deshalb der Climb geschlossen bleibt. Ich bin froh das wir gestern die Gelegenheit hatten und ich heute ein unerwartetes und umso schöneres Erlebnis haben durfte.

Zu Hause erwarten mich meine Lieben, das Mittagessen ist bereits vorbereitet und die Schulaufgaben erledigt. So gehen wir alle erst einmal in den Pool.

Für den Nachmittag hatten wir eine Fahrt zum Kata Tjuta geplant. Vorher nehmen wir aber noch an einer Lehrstunde für Didgeridous teil. Nach 10 Minuten üben gelingt es zumindest einem der Jungs einen Ton aus diesem merkwürdigen Instrument herauszuholen.

Da die Buschfeuer wieder aufgeflammt sind können wir leider die Fahrt zum Kata Tjuta nicht machen. Stattdessen fahren wir erneut zum Uluru und ich kann den anderen meinen kurzen Walk zum Kantju Gorge zeigen.

Highlights der Woche

Wir besuchen 2 Wahrzeichen Australiens und erfüllen uns damit große Träume: Die Oper von Sydney und den Ayers Rock