Surfer Kids on Tour

Die 4. Woche in Australien (8. - 14.04)

Coffs Harbour

Unsere nächste Station ist Coffs Harbour, wir sind so ziemlich auf der Hälfte des Weges zwischen Brisbane und Sydney angekommen. Auch hier gönnen wir uns einen längeren Aufenthalt von 6 Tagen und damit Ruhe und so was ähnliches wie Normalität.
Wir verbringen hier viel Zeit zu Hause, machen ausgiebig und jeden Tag Hausaufgaben mit den Jungs, sitzen auf der Terrasse oder genießen den Tag. Nebenan wird ein neues Haus gebaut und wer unsere beiden Prinzen kennt weiß was das bedeutet: direkt am ersten Morgen freunden sie sich mit allen Bauarbeitern an und sind in der gesamten Woche nicht von der Baustelle weg zubekommen.
Besonders beeindruckt hat uns ein Geheimtipp aus meiner Australien Facebook-Gruppe (ja tatsächlich bin ich zur Recherchezwecken auch dort beigetreten…): Look at me Headland, ein kleiner Strandabschnitt ziemlich versteckt mit einer kleinen Halbinsel, welche grasbewachsen ist. Hier soll man tatsächlich freilebende Kängurus bestaunen können. Nachdem wir auf einer Wiese geparkt haben (richtige Parkplätze gibt es nicht, also offenbar tatsächlich ein Geheimtipp…) laufen wir zum Strand. Außer uns ist niemand hier, auch kein einziges Känguru ist am Strand zu sehen. Als ich schon Angst habe, wir sind zur falschen Zeit da (machen Kängurus Mittagsschlaf in den Büschen??), entdeckt Peter tatsächlich 2 auf der Halbinsel. Wir laufen das kurze Stück hin und entdecken noch einige weitere im Gras liegen. Was für ein toller Anblick, unterwegs stoppt uns einer der kleinen Prinzen mit einer Entdeckung: im Gras liegt eine Echse. Der Kopf sieht aus wie ein Schlangenkopf und der restliche Körper wie ein überdimensionaler Lurch, leider vergessen wir vor Staunen und uns fragen ob das Tier wohl angriffslustig ist und/ oder beißt, ein Foto zu machen. Die Kängurus beobachten uns die ganze Zeit argwöhnisch, lassen sich aber ansonsten nicht stören. Auch als wir näher herankommen stört sie das nicht, einige hüpfen aber zu meiner besonderen Freude dann doch los. Ist das schön!!! Wir verbringen hier fast eine Stunde und bestaunen diese wunderbaren Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum.

Coffs Harbour hat außerdem noch einen Wasserpark zu bieten. Der Funpark an der „großen Banane“ hat jede Menge teure Spaßmöglichkeiten, wir entscheiden uns aber nur für den Besuch des Wasserparks. Die Jungs sind begeistert und rutschen ununterbrochen auf einer der 4 großen Wasserrutschen, auch die kleine Prinzessin findet eine Wasserrutsche für sich und ist kaum zu bremsen. Das Vorbild von zwei großen Brüdern ist bereits deutlich zu erkennen, es wird nicht mehr lange dauern und sie gibt sich nicht mehr mit den kleinen Rutschen zufrieden!

Retouren nach Hause

Eine spannende Geschichte, die ich Euch nicht vorenthalten möchte, sind unsere Rücksendungen nach Deutschland. Obwohl wir mit 2 großen und 2 kleinen Koffern für ein ganzes Jahr nicht so viel Gepäck mit auf die Reise nehmen wollten, haben wir doch zuviel dabei. Dazu kommt natürlich, dass wir ein paar Erinnerungsstücke kaufen und aus der Schulzeit der Jungs auf Hawaii hat sich auch einiges angesammelt. Also fange ich schon früh auf Maui an nach Möglichkeiten zu suchen, etwas gen Heimat zu senden (und das möglichst nicht zu den horrenden internationalen Portopreisen). Die erste Möglichkeit bietet sich Ende Oktober, am Surfstrand von Kihei lerne ich ein junges Mädchen kennen, die mit ihrer Mama hier im Urlaub ist und aus Köln kommt!! Kurzentschlossen frage ich ob sie uns ein paar Sache mit nach Deutschland nehmen kann. Ja, können sie. Da die Abreise bereits am kommenden Tag ist, suche ich die wichtigsten und erinnerungsträchtigsten Schulsachen der Jungs zusammen und packe alles in eine Tüte. Auf diesem Weg erreichen ca. 1,5 kg Schulzettel Köln und werden sogar persönlich bei einer guten Freundin abgegeben.
Die nächste Gelegenheit ergibt sich, als eine Freundin und Oma eines Schulfreundes der Jungs in den Urlaub nach Deutschland fährt. Es ist Anfang Dezember und wir haben mittlerweile einen ganzen Haufen an Dingen die wir gerne loswerden möchten, vor allem Schulsachen der Jungs, aber auch unsere Reiseführer/ Fischbücher und das dicke Wimmelbuch von der kleinen Prinzessin. Die liebe Helen ist zwar etwas überrascht von dem 3,5 kg Packet, nimmt es uns aber mit. Zufälligerweise wohnt ihr Schwester im gleichen kleinen Ort wie mein Bruder, so dass auch diese Rücksendung persönlich und wohlbehalten in Deutschland ankommt. Als sich unser Hawaii-Zeit dem Ende nähert lernen wir 2 Urlauber kennen die auf einer 3 monatigen Rundreise sind und ihren Urlaub in Maui abschließen. Wir können ihnen gut bei der Wohnungssuche helfen und sie revanchieren sich indem sie einen großen Haufen unserer Kleidung, Dokumente, Bücher und 2 Weihnachtsbaumkugeln die die Jungs in der Schule gebastelt haben und von denen wir uns nicht trennen wollten, gut verpackt, mit nach Hause nehmen. So verlassen uns die nächsten ca. 4 kg Richtung Heimat. Beim Packen merken wir, dass es immer noch jede Menge Kleinkram gibt, den wir nicht mit um den Rest der Welt transportieren wollen, also wird doch ein Paket mit der Post versendet – die nächsten 6 kg machen sich auf die Reise und kommen zu unserer großen Freude 2 Wochen später wohlbehalten zu Hause an.
Bereits in Neuseeland wird klar, wir müssen noch mehr loswerden. Mittlerweile haben wir natürlich das ein oder andere Erinnerungsstück gekauft. Zum großen Teil Sachen, die wir eigentlich nicht der Post anvertrauen möchten, aus Angst das Paket könnte verloren gehen und damit unsere Erinnerungstücke. Als wir trotz intensiver Suche niemanden finden, entscheiden wir doch das Risiko aufzunehmen und packen ein 8,5 kg schweres Paket, welches sich aus Sydney auf den Weg nach Deutschland macht. So ganz wohl ist uns nicht bei dem Gedanken, denn wenn es wegkommen würde, wären wir doch sehr traurig. Mutig haben wir alle Erinnerungsstücke eingepackt, von Peter seinem heiligen Haleakala-Fahrradtrikot über 3 All Blacks Shirts und meiner neuen Sydney Starbucks Tasse. Wir verfolgen die Sendungsverfolgung ständig und zittern bereits, als sich nach 1 Woche immer noch nichts getan hat! Nach 10 Tagen kommt endlich die Nachricht, dass das Paket in Deutschland angekommen ist und in Frankfurt weiterbearbeitet wird, nur 1 Tag später soll es angeblich zugestellt sein. Natürlich schreibe ich direkt Laura an: es ist kein Paket da. Oh Gott, mein Puls ist bei 180… Zwei Tage später kommt die erlösende Nachricht, Laura hat einen Brief vom Zoll bekommen, dass das Paket dort liegt und innerhalb der kommenden 14 Tage abgeholt werden muss. Ich bin so froh, es ist (fast) da! Laura holt, es ausgestattet mit einer Vollmacht von uns, ab und muss auch keinen Zoll nachzahlen. Es wurde lediglich in ihrem Beisein geöffnet, durchgeschaut und dann durfte sie es mitnehmen. JUHU, unsere Erinnerungsstücke warten zu Hause auf uns!
Das vorerst letzte Rücksendekapitel beginnt in Byron Bay, die Jungs lernen auf dem Spielplatz einen Jungen kennen und freunden sich mit ihm an. Wir verbringen mit der Familie ein paar schöne Tage und es stellt sich heraus, dass sie über Ostern nach Deutschland fliegen. Auch sie sagen sofort zu ein paar Sachen mitzunehmen. So verlassen uns auch die Fleecejacken der Jungs (hoffentlich war das nicht zu voreilig?) und meine Kumja unser Gepäck. Wir sind guter Dinge, dass auch dieses Päckchen über Sydney und Hamburg den Weg nach Hause findet.

An dieser Stelle muss mal gesagt werden: Tausend Dank an all die lieben Helfer, vor allem an die guten Geister, die zu Hause immer wieder mit tausend organisatorischen Kleinigkeiten dafür sorgen, dass wir uns keine Sorgen zu machen brauchen. Ihr seid großartig!

Highlights der Woche

Wir sehen freilebende Kängurus (die sogar hüpfen!)

Die Jungs freunden sich mit den Bauarbeitern an

Im botanischen Garten sehen wir neben mehreren Ibissen auch einen Kuckuck

Unser Paket aus Sydney kommt zu unserer großen Erleichterung in Deutschland an