Surfer Kids on Tour

Die 1. Woche Südsee (28.4 - 5.5)

Neukaledonien

Am 28.4 sind wir von Sydney aus nach Noumea auf Neukaledonien geflogen, damit beginnt unser Abenteuer Südsee. Und tatsächlich beginnt es als Abenteuer erster Güte: Auf dem internationalen Flughafen in Noumea landet exakt eine Maschine, von daher sind wir schnell wieder im Besitz unsers Gepäcks und machen uns auf den Weg zur Passkontrolle. Die Frage ob wir einen Stempel in unseren Pass haben können wird verneint, wir sind im Schengenraum!! Über 15.000 km von Deutschland entfernt und doch irgendwie zu Hause! Neukaledonien gehört zu Frankreich und damit gibt es leider keinen Passstempel für uns. Während ich mit den Kids warte, organisiert Peter unseren Mietwagen: diesmal haben wir einen Dacia Logy. Nachdem die hintere Sitzbank rausgebaut wurde, haben wir mehr als genug Platz für unser Gepäck und los geht es. Es herrscht wieder Rechtsverkehr und wir haben seit 9 Monaten das erste Mal einen Wagen mit Schaltgetriebe: gleich zwei neue Herausforderungen!
Wir erreichen nach ca. 30 Minuten Richtung Norden Port Ouenghi und treffen unsere Vermieterin in der Capitainery. Bendicte erwartet uns bereits und spricht zumindest einigermaßen englisch. Sie fährt voran und zeigt uns unsere Unterkunft für die kommenden 14 Tage: ein großes Grundstück mit 2 kleinen Häusern und unser eigener Pool. Die Jungs können gar nicht schnell genug in ihre Badehosen kommen und in den Pool springen.

Für den heutigen Tag stellt sich nur noch die Frage nach der Beschaffung von Lebensmitteln: Auf dem Weg in den Ort haben wir zwar direkt am Flughafen einen Supermarkt gesehen, dieser war aber einsam und verlassen. Wir fragen Benedicte und erfahren, dass alle Geschäfte am Sonntag geschlossen haben – heute ist Sonntag. Wir haben also keine Möglichkeit an Lebensmittel zu kommen, Peter ergattert an der Tankstelle zumindest ein Baguette und 2 Flaschen Wasser. Nachdem Benedicte in der Pizzeria am Hafen angerufen hat, wird diese sogar geöffnet und wir haben ein Abendessen, leider haben wir kein Bargeld und Kreditkarten werden nicht akzeptiert. Zum Glück sind die Menschen in diesem kleinen Ort vertrauensselig und wir können anschreiben lassen. Die Inhaberin spricht leider kein Englisch und wir kein französisch… zum Glück schaffen wir es uns mit einer Mischung aus englisch, deutsch und französisch zu verständigen.
Das war unser Einstieg in die Südsee: ohne Sprachkenntnisse, ohne Geld und ohne Lebensmittel stehen wir inmitten des kleinen Inselstaates am anderen Ende der Welt. Abenteuer Weltreise!

Noumea

Am Montag machen wir uns direkt auf den Weg nach Noumea, der Hauptstadt Neukaledoniens. Wir sind überrascht, dass es fast 1.5 Stunden dauert (wir waren davon ausgegangen, dass der Flughafen auch in Noumea ist). Noumea ist tatsächlich eine Großstadt, obwohl wir das angepeilte Frühstückscafé nicht finden, bekommen wir auch um 11 Uhr noch ein Frühstück. Anschließend laufen wir am Meer entlang und stoßen auf ein kleines Taxi-Boot das zu der vor gelagerten Insel Ilot César fährt. Die Jungs sind begeistert und wünschen sich direkt mitzufahren. Also geht es mit dem Glasbodenboot auf die kleine Insel. Hier verbringen wir 3 tolle Stunden unter der Südseesonne, es ist Zeit und Gelegenheit zum Schnorcheln, im Sand buddeln und Muscheln sammeln.
Auf dem Weg zurück nach Hause halten wir an einem Gèant Casino – ein echter, großer Supermarkt. Wir sind komplett überrascht – es gibt ALLES! Allein die Auswahl an Käse erstreckt sich über 2 ganze Regale! Nachdem es auf Hawaii nur Cheddar oder Käse „cheddar Art“, in Neuseeland zumindest auch Käse Schweizer Art und in Australien sogar Emmentaler gab, habe ich das Gefühl im Paradies zu sein! Es gibt sogar eine richtige Käsetheke! Außerdem gibt es eine große Auswahl an Fleisch und Wurst. Obwohl uns unsere fehlenden Französisch Kenntnisse etwas behindern, sind wir glücklich mit der großen Auswahl und machen direkt einen großen Großeinkauf! Es fühlt sich so gut an, nach so langer Zeit wieder richtig einkaufen zu können – und das auf einer kleinen Südseeinsel. Das hätten wir überhaupt nicht erwartet.

La Fète de Boulouparis

Am Sonntag findet in dem kleinen Ort, in dem wir auch wohnen ein großes Fest statt. Laut unserer Vermieterin werden jährlich bis zu 15.000 Menschen erwartet (Boulouparis hat selber nur 3.000 Einwohner und eine Besiedlung von 2 Einwohnern pro qm!). Höhepunkt des Festes ist ein Rodeo am Sonntagmittag, das wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Kurz vor 11 Uhr treffen wir an dem Festgelände an und werden durch mehrere Schleifen auf einen riesigen Parkplatz gelotst, offensichtlich ist tatsächlich viel los. Das Rodeo-gelände liegt direkt auf unserem Weg und wir beschließen uns gleich einen Platz zu sichern (auf einer Wiese, Sitzgelegenheiten gibt es nicht). Vor uns erstreckt sich die Arena, sowie Pferche mit Pferden und Bullen. So richtig sicher waren wir uns erst nicht, aber es scheint tatsächlich ein richtiges Rodeo zu sein. Viele Leute erscheinen auch standesgemäß in Cowboystiefeln und Jeans. Es geht pünktlich los und wir sind alle absolut beeindruckt als zunächst Cowboys auf bockigen Pferden durch die Arena galoppieren. Direkt der erste Reiter wird nach kurzer Zeit abgeworfen, den folgenden ergeht es etwas besser. Nach etwa 45 Minuten kommen die Bullen an die Reihe, zunächst schafft es keiner der Reiter über die Zeit. Die Bullen sind absolut aggressiv und springen und bocken was das Zeug hält. Nach einer Weile muss der erste Reiter verletzt aus der Arena getragen werden. Direkt danach schafft es der erste Cowboy über die gesamte Zeit nicht abgeworfen zu werden, bevor wieder einer vom Bullen abgeworfen und nieder getrampelt wird. Kurz danach ist das Rodeo beendet, ich denke die Jungs haben mit ihrer Vermutung, dass der Arzt keine Zeit mehr für weitere Verletzte, hat nicht ganz unrecht. Nach dem Rodeo vertreiben wir uns den Rest des Tages auf dem Fest. Es ist toll, in die Welt der Einheimischen einzutauchen. Alles ist absolut harmonisch und schön. Wie bisher auch, in den von uns bereits bereisten Ländern, ist es nicht gestattet Alkohol zu verkaufen oder in der Öffentlichkeit zu konsumieren. Wie wir finden eine sehr gute Regel.

Highlights der Woche

Wir kommen in der Südsee an, bekommen keinen Einreisestempel und meistern die Hürden des Ankunftstages.

Wir verbringen fast die ganze Woche zu Hause, springen in den Pool, spielen, machen Hausaufgaben, arbeiten an unseren Fotobüchern und genießen die Ruhe.

Wir erleben unser erstes Rodeo und Peter kauft seinen originalen Cowboyhut.