Surfer Kids on Tour

Die 6. Woche Südsee (03. - 09.06)

Das Le Uaina Beach Resort

Am Sonntagnachmittag landen wir auf Samoa, die Einreise klappt wieder problemlos und auch die Koffer sind alle mitgekommen. Unser Mietwagen hat eine umklappbare letzte Sitzreihe, so dass wir unser gesamtes Gepäck ins Auto bekommen. Ansonsten ist das bei Samoan Rental geliehene Fahrzeug eher mittelmäßig, aber wir sind froh hier überhaupt ein Auto gefunden zu haben (und mittlerweile sind wir ja was Mietwagen betrifft abgehärtet..). Die etwas 40 km bis zu unserer Unterkunft gehen fast ununterbrochen direkt am Pazifik entlang. Da die Fahrweise der Samoaner eine Geschwindigkeit schneller als 15km/h nicht vorzusehen scheint, können wir die Landschaft auch ausgiebig genießen! Es ist bereits dunkel als wir endlich in unserer Unterkunft ankommen. Da auf Samoa keine Airbnbs zu finden waren bzw. nur Häuser ohne Wände!!, haben wir uns für ein Resort entschieden. Mit einem mittelmäßigen Gefühl betrete ich die Rezeption und werde herzlich empfangen. Nach den Formalitäten zeigt mir die Dame unsere gebuchte „Gartenvilla“, ich höre bereits von draußen einen ohrenbetäubenden Lärm – die Klimaanlage in einem Schlafzimmer gleicht einem Presslufthammer. Die „Villa“ ist eher ein Häuschen mit 2 abgewohnten Schlafzimmern und einem alten Bad. Kein Wohnzimmer, keine Küche… ohje! Da es schon spät ist schaffen wir nur unser Gepäck rein, gehen etwas essen und anschließend schlafen. Aufgrund der lärmenden Klimaanlange können wir nach dem Frühstück in die Beach Suite umziehen. Diese ist neu gebaut und verfügt neben den zwei Schlafzimmern auch über einen kleinen Wohnbereich. Es fehlt zwar noch ein vielen Kleinigkeiten, aber besser als vorher ist es auf jeden Fall. Trotz diverser Warmwasser-Probleme fühlen wir uns hier wohl.

Tauchen auf Samoa

Nach den tollen Taucherfahrungen auf Fiji und Vanuatu wollen wir auch auf Samoa tauchen gehen. Wir haben uns für Aqua Dive Samoa entschieden (hauptsächlich, weil die direkt an der Hauptstraße in Apia sind und uns zuerst auffielen). Die Inhaber sind zwei ausgewanderte Australier und uns sofort sympathisch. Ich gehe am Mittwoch und Peter am Donnerstag tauchen. Mein Tauchgang am Mittwoch steht nicht unter den besten Voraussetzungen: Nachdem es seit wir hier sind wolkenfrei, sonnig und das Meer spiegelglatt war ist es am Mittwoch zugezogen und das Meer tobt. Dazu kommt, dass ein Prinz hohes Fieber hat und der Zweite zumindest noch erhöhte Temperatur. Peter ermuntert mich dennoch loszufahren und den Tag zu genießen. Das Einchecken geht ziemlich schnell und schon sitzen wir mit nur 3 Tauchern und unserem Tauchguide Jo auf dem Boot. Nachdem wir die Brandungszone passiert haben schaukelt das Boot wie eine  Nussschale in den 3 Meter hohen Wellen, ich bin froh als wir nach knapp 10 Minuten den Tauchplatz (AJ´s) erreicht, uns mühevoll angezogen haben und im Wasser sind. Nur schnell nach unten, der Wellengang ist bis auf 8 Meter Tiefe deutlich zu spüren, dann wird es zum Glück ruhiger. Wir sehen direkt zum Anfang einen großen Barrakuda, dann wird es gemütlich. Alle Großfische scheinen sich zu verstecken, so dass wir die vielen bunten Rifffische und wunderschönen Korallen genießen. Nach ca. 47 Minuten kommt das Zeichen zur Dekopause und wir schaukeln auf 5 Meter Tiefe dermaßen hin und her, dass ich schon merke das mein Magen rebelliert. Nachdem wir uns wieder auf das Boot gearbeitet haben (gar nicht so einfach bei dem Wellengang), geht es zügig Richtung Hafen zur Oberflächenpause in ruhigeren Gewässern. Der zweite Tauchgang ist ähnlich gemütlich wie der Erste, wir sehen 3 Schildkröten und ich füttere nach dem Geschaukele fleißig die Fische (keine weiteren Details!). Auch bei Peters beiden Tauchgängen am Donnerstag herrscht noch hoher Wellengang, er sieht zumindest 1 Schildkröte und 2 Weißspitzenriffhaie. Er hat das große und seltene Glück als einziger Taucher auf dem Boot zu sein und genießt die Ruhe sehr.
Eine kleine Anekdote zum Schluss: Peter unterhält sich mit der Besitzerin des Tauchladens und erzählt von unseren tollen Hai-Tauchgängen auf Fiji. Darauf berichtet die Dame, dass am Tag zuvor (also ungefähr eine Woche nachdem wir die Tauchgänge gemacht haben!) ein Taucher auf Fiji (beim Haitauchgang) von einem Tigerhai angegriffen wurde!! Es ist ihm nichts passiert, der Schreck war aber trotzdem groß.

Mount Vaea

Nachdem die Jungs uns durch hohes Fieber fast 1 Woche an die Unterkunft gebunden haben, machen wir am Samstag endlich den ersten gemeinsamen Ausflug auf Samoa. Ziel ist der Mt. Vaea, der Hausberg Apias. Zunächst sind wir in dem Glauben, dass wir relativ weit hoch mit dem Auto fahren können, dies ist aber nicht der Fall. Als wir den Zugang am botanischen Garten endlich gefunden haben, stellen wir fest, dass wir laufen müssen. Die Jungs haben erst keine Lust auf eine Wanderung, da ich aber gerne hoch gehen möchte willigen sie schließlich ein mich zu begleiten. Wir erfahren, dass es zwei Wege gibt: 1. Der länger und flacherer Weg (2,5 km) oder 2. Der kürzere und steilere Weg (800m). Die Jungs dürfen entscheiden und wählen den kurzen Weg. Also auf geht’s: Ich nehme die kleine Prinzessin auf die Schulter und wir laufen los. Bereits nach kurzer Zeit (die Streckenangaben zählt erst ab dem Zeitpunkt wo sich die Wege trennen), läuft uns der Schweiß am ganzen Körper herunter. Es sind deutlich über 30 Grad und eine gefühlte Luftfeuchtigkeit von 80%! Der Weg ist tatsächlich steil, richtig steil. Also wir nach etwa 30 Minuten endlich oben angekommen sind, sind wir alle ziemlich platt. Gelohnt hat sich der anstrengende Weg trotzdem, wir werden mit einem traumhaften Blick auf Apia und den Pazifik entschädigt. Hier oben befindet sich auch das Grab des berühmten Schriftstellers Robert Louis Stevenson. Der Rückweg ist etwas weniger anstrengend, dennoch sind wir froh als wir wieder am Auto sind und die erlösende Klimaanlage läuft.

Highlights der Woche

Wir tauchen auf Samoa.

Gemeinsam besteigen wir den Mt. Vaea und genießen die phantastische Aussicht

Wir baden in einem ehemaligen Lavaloch.