Surfer Kids on Tour

Die 7. Woche auf Samoa (10.-14.6)

Ein bisschen Geschichte

In dieser Woche sind die Jungs wieder fit und wir bereit für Ausflüge. Samoa hat eine spannende Geschichte, war u.a. eine zeitlang deutsche Kolonie, und wir wollen ein bisschen was davon kennenlernen. Wir besuchen das Robert Louis Stevenson Museum in Apia, der bekannte Schriftsteller hat hier einige Jahre gelebt und 1890/91 ein Haus gebaut, welches nun ein Museum ist. Möglicherweise sind in seinem Buch „Die Schatzinsel“ viele Eindrücke aus Samoa verarbeitet. Das Museum ist sehr schön und vermittelt interessante Details aus dem Leben der Familie, auch die Jungs waren interessiert dabei.
Das Touristenbüro bietet an 4 Tagen in der Woche im Cultural Village eine Tour an, welche wir ebenfalls mitgemacht haben. Besonders beeindruckt hat uns das traditionelle Tätowieren. In Samoa ist es ein wichtiges Kulturgut, dass die Männer und Frauen nach einer festgelegten Vorgehensweise tätowiert werden. Die Kunst des Tätowierens wird ausschließlich von Vätern auf ihre Söhne weitergegeben. Wir konnten teilweise zusehen wie ein Mann mit den traditionellen Methoden an den Beinen tätowiert wurde, bereits davon haben wir Gänsehaut bekommen. Die gesamte Prozedur dauert 45 Stunden und ist sehr schmerzhaft. Es ist absolut unglaublich, wie die Menschen das überstehen. Während der Führung wurde außerdem noch traditionell gekocht: alles ausschließlich mit Zutaten und „Kochutensilien“ die die Natur bereitgestellt hat. Es gab Umu: Fisch, Taro und Palusami (Taroblätter in Kokossauce) und Kochbananen, alles wurde in Blätter eingepackt und abgedeckt im Feuer gegart. Wir haben gesehen wie traditionell Holzkunststücke hergestellt wurden und konnten sehen wie Tapa hergestellt wurde: das sind aus Baumrinde gemachte Blätter auf denen mit Farbe Bilder gedruckt werden. Am Ende der Vorführung gab es noch einen Tanz und wir konnten das gekochte Essen probieren. Eine sehr schöne und interessante Tour.

Samoas Naturwunder

Neben Kultur haben wir natürlich auch die Wunder der Natur besucht: Besonders spaßig waren die Papaseea Slidung Rocks. Hier kann man zwei Wasserfälle runterrutschen, sehr lustig. Wir hatten alle großen Spaß, vor allem wenn man beim zweiten Wasserfall etwas nach links abgedriftet ist und die letzten 2 Meter geflogen ist!
Die Cave Pools befanden sich direkt neben unserem Hotel und wir konnten mit den Kajaks über das Meer dorthin fahren. Die Pools werden von Süßwasserquellen gespeist und sind glasklar, schwimmt man in die angrenzende Höhle und schaut  mit einer Taucherbrille zurück ist es als würde man in ein Aquarium schauen – wunderschön!
An unserem letzten ganzen Tag auf Samoa fahren wir mit einem kleinen Boot auf die Insel Namua. Ein Traum!! Die kleine Insel liegt im türkisfarbenen Pazifik, mit weißen Sandstränden und kleinen Fales (das sind typische samoanische, offene Hütten). Es sind neben uns noch 8 weitere Touristen da, die Inhaberfamilie kocht für uns ein Mittagessen und die Jungs sind die komplette Zeit mit den jungen Männern unterwegs, als die 4 von einer Bootstour zurückkommen haben sie sogar eine Schildkröte gefangen. Diese wird mit Sand abgerieben um Parasiten auf dem Panzer zu entfernen und anschließend wieder ins Meer gelassen. Ein wahrer Südseetraum.
Zu guter Letzt besichtigen wir noch die 54 Meter hohen Sopoaga Wasserfälle, welche auch absolut einen Besuch wert sind.

 

Das Ende der Südsee-Zeit

Am Donnerstag ist leider unsere Zeit in der Südsee auch schon wieder vorbei und wir fliegen von Apia nach Auckland. Leider klappt es diesmal nicht, dass wir für die kleine Prinzessin einen eigenen Sitzplatz bekommen, so dass sie die 3,5 Stunden auf meinem Schoß verbringt. Geht, muss aber nicht nochmal sein (zum Glück haben wir ab jetzt wieder bei allen Flügen einen eigenen Sitzplatz für sie). Wir kommen am Abend in Auckland an, zum Glück haben wir diesmal nichts verdächtiges im Gepäck (unser weggeworfener Hawaii-Honig tut mir immer noch leid) und sind relativ zügig durch die Sicherheitskontrollen. Als Mietwagen haben wir für den einen Tag einen kleinen Bus, und somit gibt es auch keine Probleme beim Einladen unseres Gepäcks. Den Tag in Auckland verbringen wir auf Wunsch der Jungs im Zoo. Ein wirklich gelungener Ausflug! Der Auckland Zoo ist sehr schön angelegt und trotz der großen Baustelle mittendrin sehr sehenswert. Wir sehen sogar einen Kiwi, der nicht ganz so schreckhaft ist und sich zeigt. Nach dem entspannten Zootag geht es auch schon wieder zum Flughafen. Unser Flug mit China Airlines geht erst 19:30 Uhr, so dass wir die Zeit am Flughafen für ein kleines Abendessen nutzen. Die 4 Stunden bis nach Brisbane vergehen recht zügig, die Prinzen essen sogar fast das ganze Flugzeugessen und schlafen anschließend fast 1,5 Stunden, die kleine Prinzessin sogar deutlich länger. Obwohl es schon sehr sehr spät ist, machen die Jungs das Aussteigen, die Immigration und das Warten auf den Mietwagen super mit. Die kleine Prinzessin schläft die ganze Zeit seelig in ihrem Autositz. Da wir nur 20 Tage für die Strecke bis Cairns haben, haben wir beschlossen noch heute Abend weiter nach Noosa zu fahren. Hier kommen wir kurz vor Mitternacht Ortszeit endlich an. Zum Glück finden wir unsere tolle Wohnung schnell und alle können ins Bett verschwinden.

Highlights der ersten Wochenhälfte

Peter und ich trinken Cocktails unter dem Sternenhimmel der Südsee als die Kids schon schlafen.

Wir bewundern die Naturwunder Samoas und die kulturellen Schätze.

Wir fliegen nach Auckland und besuchen den Auckland Zoo und fliegen weiter nach Brisbane wo wir endlich wieder normal einkaufen können!