Surfer Kids on Tour

Die 9. Woche Australien (01. - 04.07)

Tauchen am Great Barrier Reef

Heute ist es soweit, ich werde am Great Barrier Reef tauchen und kann es immer noch nicht richtig glauben. Der Wecker klingelt um 6:25 Uhr und wie befürchtet schlafen alle noch (wenn wir nichts vorhaben, kommt das NIE vor). Ich mache mich fertig und wecke die kleine Prinzessin um kurz vor 7 Uhr, die Jungs lassen wir schlafen. Kurz nach 7 Uhr sind wir auf dem Weg und Peter lädt mich in Cairns am Hafen ab. Das Boot, die Tusa T6 ist bereits da und ich kann einchecken. Alles läuft super durchgeplant ab: Einchecken, auf der Liste abhaken, bezahlen, Tauch-Papierkram erledigen, Namensanhänger für die Flasche abholen, Equipment  bekommen. Als das Boot pünktlich um 8 Uhr ablegt sind alle versorgt, es sind ca. 35 Personen und 15 Crewmitglieder an Bord. Wir fahren knapp 2 Stunden bis zum Norman Reef, unterwegs gibt es das Briefing für alle Taucher und Schnorchler, ich bin überrascht, dass neben mir nur noch 4 erfahrene Taucher dabei sind, alles andere sind Anfänger zum Teil sogar noch in der Ausbildung. Wir sind direkt die erste Gruppe, die ins Wasser geht und mir wird als Buddy eine Kanadierin etwa in meinem Alter zugeordnet. Damit sind wir beide mehr als zufrieden, mit uns tauchen noch 2 Japaner und 1 Amerikaner. Wir sind direkt über einem atemberaubenden Riff abgetaucht, ich weiß gar nicht wo ich zuerst hinsehen soll. Wunderschöne Korallen, viele kleine und größere Riffische, Schnecken und die schillerndsten Farben umrahmen uns. Das Riff ist völlig intakt und einfach wunderschön, wir sehen mehrere Rochen, einen kleineren Weißspitzenriffhai und sogar eine Schildkröte. Meine Erwartungen sind weit übertroffen als wir nach 40 Minuten das Wasser verlassen. Nach nur knapp 20 Minuten Oberflächenpause geht es direkt zum zweiten Tauchgang, diesmal zum Glück ohne die Japaner (er scheint seinen Tauchschein im Lotto gewonnen zu haben und ist ständig irgendwo eingeschlagen, nach 20 Minuten war zum Glück seine Flasche bereits leer). Auch bei diesem Tauchgang sehen wir wieder die unglaublich schönen  Korallen, außerdem einige riesige Napoleons, Rochen und eine Riesen Muschel (Giant Clam), die tatsächlich über 1.5 Meter groß ist. Bisher konnte ich mir das gar nicht vorstellen! Als wir darüber schwimmen öffnet sie sich sogar etwas und wir können die fluoreszierenden Farben im Inneren sehen. Nach dem Tauchgang geht es erstmal unter die heiße Dusche, das Wasser war zwar mit 23 Grad nicht zu kalt, aber mittlerweile sind wir doch ordentlich durchgefroren. Das Mittagsbuffet ist von den Schnorchlern und anderen Tauchern schon gut geplündert, aber noch ok. Die heiße Kürbissuppe tut unglaublich gut. Wir fahren etwa 45 Minuten zum Saxon Reef, hier geht es zum dritten und letzten Tauchgang des Tages. Das Riff ist wieder wunderschön, wenn auch mehr beschädigt als das Norman Riff. Wir sehen hier einen wunderschönen Octopus (den ich entdeckt habe!), eine große Muräne und wieder mehrere Rochen. Völlig faszinierend sind auch die großen Schnecken und die Minikleinen Unterwasserlebewesen, die ich zum größten Teil noch nie vorher gesehen habe. Das Great Barrier Riff hat die größte Anzahl an unterschiedlichen Korallen und alle sind einfach traumhaft schön. Nach dem dritten Tauchgang machen wir uns auf den Rückweg nach Cairns, wo wir kurz nach 16 Uhr wieder ankommen. Peter und die Kids erwarten mich am Hafen und ich bin ganz beschwingt von dem Gefühl tatsächlich an einem der schönsten und bekanntesten Tauchplätze der Welt getaucht zu sein. Am Dienstag ist Peter dran, auch er hat einen wunderschönen Tag und bewundert die atemberaubende Unterwasserwelt.

Kuranda

Von Trinity Park aus unternehmen wir einen Tagesausflug Richtung Kuranda.  Den ersten Halt machen wir an der Rain Forest Station,  hier gibt es unter anderem die Möglichkeit mit einem Amphibienfahrzeug zu fahren. Die Prinzen sind begeistert und wollen das gerne machen, leider ist gerade eins losgefahren und die nächste Tour ist wieder zur vollen Stunde. Also beschließen wir für die übernächste Stunde (12:00 Uhr) Tickets zu reservieren und machen uns erst mal auf den Weg zu den  Barron Falls.  Vom Parkplatz aus ist es etwa ein viertelstündiger Fußweg über angelegte Holzwege bis zu dem wunderschönen Wasserfall. Als wir diesen betrachten kommt auch die Eisenbahn an und die Jungs sind ganz begeistert davon (Wir hatten überlegt sowohl damit als auch mit der Gondelbahn zu fahren, dies aber wegen der astronomischen Preise nicht gemacht). Gegen 11:15 Uhr machen wir uns abermals auf den Weg zur Rainforest Station.  Hier kaufen wir die Tickets für das Amphibienfahrzeug und machen eine 45-minütige Tour durch den Regenwald. Wir lernen viele interessante Sachen unter anderem über die giftigste Pflanze Australiens und fahren mit dem Amphibienfahrzeug auch durch das Wasser. Nach dieser spannenden Tour fahren wir nach Mareeba,  um hier Mittag zu essen. Von hier aus geht es weiter zum Lake Eacham, das ist ein Krater See, wunderschön eingebettet in die Natur.

Daintree Discovery Center und Croc Spoting

Da unser Flug am Donnerstag erst um 21:45 Uhr geht, nutzen wir den letzten Australientag nochmal um einen Ausflug zu machen. Es zieht uns nochmal zu den Krokodilen, also fahren wir nach dem Auschecken aus unserem wunderschönen Airbnb Richtung Norden, vorbei an Port Douglas überqueren wir den Daintree River mit einer Fähre und fahren zum Daintree Discovery Center. Die Anlage ist wunderschön inmitten des Regenwaldes, jeder bekommt ein Audiosystem mit dem viele Informationen über den Regenwald vermittelt werden. Es gibt einen 23 Meter hohen Turm und Holzstege in unterschiedlichen Höhen, so dass wir alle Ebenen des Regewaldes erforschen konnten. Nach etwa 3 Stunden verlassen wir das Center wieder und fahren zurück zur Fähre, zum Glück ist in dieser Richtung nicht ganz so viel los, so dass wir kurz vor 15:30 Uhr am Stand von Daintree River Cruises stehen, das nächste Boor fährt in 2 Minuten! Kurzentschlossen nehmen wir dieses Abenteuer noch mit – und es lohnt sich sehr. Wir sehen 2 etwa 2.5 Meter große Krokodile und 1 etwa 4 Meter großes Männchen! Es ist unglaublich beeindruckend diese großen Tiere einfach so in freier Wildbahn zu sehen. Auf dem Rückweg entdecken wir sogar noch ein schwimmendes Baby-Krokodil! Nach dieser spannenden und kurzweiligen Stunde auf dem Boot geht es zurück nach Port Douglas, wo wir noch Abendessen und dann zum Flughafen fahren. Nachdem der Mietwagen abgegeben ist checken wir ein und haben mit Jetstar (mal wieder) eine Diskussion wegen des Kindersitzes. Der Dame fehlt irgendeine bestimmte Nummer! Es kommt für uns überhaupt nicht in Frage bei dem 4.5 stündigen Nachtflug unseren Sitz nicht zu nutzen, vor allem weil wir den Platz für die kleine Prinzessin voll bezahlt haben. Nach einigen Diskussionen und Beratungen mit weiteren Mitarbeiten können wir den Sitz schließlich nutzen und machen uns auf den Weg zu Sicherheitskontrolle.
Nach 4.5 Stunden landen wir weit nach Mitternacht auf Bali, zum Glück sind unser Surferkids mittlerweile so routiniert, dass auch zu dieser späten Stunde das Aussteigen, die Immigration, etc. gut klappt. Dennoch sind wir froh als wir endlich in unserem Betten im Hotel in Kuta liegen.

Highlights der Woche

Peter und ich tauchen am Great Barrier Reef!!

Die Jungs schwimmen in einem See, in dem auch ein Süßwasserkrokodil lebt.

Wir sehen mehrere und teilweise sehr große Salzwasserkrokodile.

Wir laufen auf unterschiedlichen Ebenen durch den Regenwald.

Zu unserer Familie gehören jetzt auch: das Känguru Captain Cook und Salty das Krokodil

Schwerer Herzens verlassen wir Australien (vorerst?)